Wolfgang Mayerhoffer

Während seiner Schulzeit am United World College of the Atlantic in Großbritannien hatte Wolfgang Mayerhoffer Gelegenheit, die Analogfotografie von der Pike auf zu erlernen, ausschließlich in schwarz/weiß, von der Aufnahme über die Dunkelkammer bis zum fertigen Bild in der Ausstellung. Mit Beginn des Studiums in Wien blieb aber wenig Zeit für weitere fotografische Ambitionen, das Wichtigste, die Dunkelkammer, fehlte. Im Rahmen einer

Familienhochzeit vor einigen Jahren hatte er dann zum ersten Mal eine digitale Spiegelreflexkamera in der Hand – die Jugendliebe zur Fotografie und dem Bild in der Hand

war wiederentdeckt, die Dunkelkammer hatte mittlerweile ihren Arbeitsplatz am Rechner gefunden.

Mit der Teilnahme an zahlreichen Workshops im anglo-amerikanischen Raum und der Ausbildung an der Prager Fotoschule Österreich hat sich die Landschaftsfotografie schließlich zum favorisierten Genre entwickelt, Motive finden sich in Schottland, dem Südwesten der USA, in Alaska und natürlich immer wieder im Salzkammergut.

Seit 2013 arbeitet Wolfgang Mayerhoffer ausschließlich mit der Großformatkamera.

 

Diese Kamera ist im anglo-amerikanischen Raum unter Landschaftsfotografen weit verbreitet, man erinnere sich an die wunderbaren Bilder von Ansel Adams, David Muench oder Christopher Burkett. In Österreich haben sich bisher nur wenige Landschaftsfotografen an die höchst anspruchsvolle Aufnahmetechnik herangewagt. Diese Kamera zwingt zum Innehalten, fordert sorgfältige Bildkomposition, und es braucht sehr viel Zeit, bis alles richtig eingestellt ist.

 

 

Die Tilt-Shift-Technik (das Verschwenken der Objektivlinse gegen die Sensorebene) ermöglicht, dass die Schärfeebene in die Tiefe läuft, wodurch eine beeindruckende

Dreidimensionalität im Bild erreicht werden kann.

Der Vordergrund wird messerscharf in die Bildkomposition mit einbezogen, das typische Landschaftsbild dadurch um eine

ungewöhnliche Perspektive bereichert.

Das Bild „Wintersonne“, das uns vom Fotografen zur Verfügung gestellt wurde, ist ein überzeugendes Beispiel für diesen neuen Zugang in der österreichischen

Landschaftsfotografie.

„Ein Foto als JPEG am Bildschirm anzuschauen ist aber nur die halbe Sache. Für mich ist die fotografische Arbeit erst dann beendet, wenn ich den Print in der Hand, oder – noch

besser – schön präsentiert an der Wand betrachten kann. Wenn das Bild, das ich sehe, dann auch mit meiner Erinnerung in Einklang steht, ist der fotografische Prozess für mich

abgeschlossen“. Wolfgang Mayerhoffer

Diesem Leitsatz konsequent folgend, wird selbst großformatig gedruckt und konservatorisch gerahmt – alles in feinster Handarbeit, in Museumsqualität versteht sich. Bereits abgeschlossen ist ein Auftragsprojekt der Oberösterreichischen Versicherung zur

Gestaltung des Kunstkalenders für das Jahr 2018, welcher das Salzkammergut von einer unbekannten Seite, abseits der bekannten „klassischen“ Postkartenmotive zeigt, mit teils

sehr intimen Landschaftsmotiven – mit stillen, unbemerkten Winkeln und kaum beachteten

Details, trefflich gestaltet im untypischen Hochformat. Das aktuelle Projekt von Wolfgang Mayerhoffer ist die bildnerische Gestaltung eines Buches zur Kulturgeschichte des

Traunflusses, erscheinen wird der Band im Frühjahr 2019.

Wer eine Auswahl an wunderbaren Landschaftsaufnahmen genießen, und dank des begleitenden Textes den Fotografen hinter der Kamera näher kennenlernen möchte, dem sei

ein Blick auf seine Website empfohlen:

www.print-the-light.com

Einer der Beiträge im Magazin der Website mit dem Titel „ein Bild - von der Fertigung zur Präsentation“ gewährt detaillierten Einblick in den Entstehungsprozess eines Bildes, so wie

es am 17. Juni bei unserer Versteigerung angeboten wird.


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